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1. Woche Neuseeland

Wie ging es nach meinen ersten zwei Tagen in Auckland weiter?

Am Montag bin ich mit der Finnin aus meinem Hostelzimmer los und wir haben unsere Steuernummer beantragt, damit wir offiziell arbeiten können. Für die Beantragung braucht man zwei Ausweisdokumente, z.B. den Reisepass und den internationalen Führerschein. Ich hatte beides mit, und beides für die Beantragung kopiert. Die Finnin hatte aber keinen internationalen Führerschein, sodass sie ihren Finnischen Führerschein für 45 Dollar übersetzen lassen durfte 😀
Außerdem wollten wir ein Bankkonto eröffnen, das aber nicht ging, da wir dafür zuerst die Steuernummer brauchen. Das Bankkonto muss also noch warten..
Außerdem sind wir nochmal auf den Sky Tower hochgefahren, da ich ein Sky and Night Ticket am Vorabend gebucht hatte. Für nur 4 Dollar mehr konnte ich innerhalb 24 Stunden zwei mal auf den Tower fahren. Die Sicht war einfach nur beautiful, wie die Kiwis es sagen würden. Außerdem haben wir über eine Stunde in der Library verbracht, da es dort kostenlos WIFI gibt und Hostel einfach mal 3 Dollar für eine Stunde verlangt! Völlig überteuert! Ansonsten war es aber echt gut..

Dienstag morgen hatte ich mich für 8 Uhr mit dem Autoverkäufer verabredet, der mich bereits vom Flughafen geholt hatte. Ich hatte einen Termin für einen Car Ceck bei dem AA (neuseeländischer ADAC) gemacht. Der Check dauerte knapp 2 Stunden. Währenddessen liefen wir ein bisschen herum und er zeigt mir das Warehouse, ein Neuseeländischer Billig-Laden, der alles hat von Keksen, Campingsachen bis hin zu Elektronik. Insgesamt war das Auto technisch für die gelaufenen 250000KM wohl ganz gut erhalten. Innen werde ich wohl mal ein bisschen säubern müssen, bevor ich auch wirklich drin schlafen kann / will, es ist nämlich ein kleiner Van, ein Nissan Serena von 1995 laut Fahrzeugbrief und von 1998 laut Fabrikschild. Da er den linken Außenspiegel am Sonntag kaputtgefahren hatte, fuhren wir zu einem Schrottplatz und er kaufte für 60 Dollar einen neuen. Wir waren erst gegen 16 Uhr zurück und fuhren in die Library, wegen dem freien WLAN. Ich schaute mir die Versicherungen für das Auto an und schlief eine Nacht bevor ich das Auto wirklich kaufen wollte.

Mittwoch morgen gingen wir also zur Post, und meldeten das Auto um. Ich hatte mir für das Auto entschieden. Anschließend überwies ich ihm das Geld und schloss die Versicherung ab. Um 11.30 Uhr machte ich mich auf den Weg zu meiner Host Familie, bei der ich wwoofen wollte (World-Wide Opportunities Farms). Ich nahm die Finnin ein Stück mit, und setze sie an einer Tankstelle ab, da sie weiter Richtung Norden hitchhiken wollte. War schon ein komisches Gefühl dann einfach weg zu fahren 😀 Nachdem ich dann zweimal an der Einfahrt vorbeigefahren bin und google Maps mich falsch geleitet hatte, fragte ich einen Autofahrer (einen der wenigen, da es wirklich auf dem Land einsam ist…) und ich fand das Haus! Es war schon ein anderer Wwoofer einen Tag früher angekommen. Marcel, auch aus Deutschland, aber wir sprechen die meiste Zeit Englisch. Er war gerade dabei den Parkplatz vor der Werkstatt aufzuräumen, da der Host am Freitag bei sich Zuhause ein wichtiges Meeting haben sollte, da er sein eigenes Business Zuhause hat. Wir räumten also auf, und brachten den Müll hinter die Werkstatt. MIT DEM QUAD :)) Sehr geiles Gefährt. Abends gab es sehr gutes Essen und zwar: Von dem Host geschossene Ziege bzw. daraus gemachte Würste mit Beef (auch aus eigener Haltung) mit eigenen Kartoffeln und eigenen Eiern 🙂

Donnerstag war es seeeehr regnerisch. Wir mussten aber alles für das Meeting am Freitag säubern. Wir entfernten von 8-12 Uhr also schön viel Unkraut aus den Beeten. Gegen 16 Uhr fuhren wir dann zu Muriwai Beach mit dem Auto. Der Blick von den Aussichtsplattformen war fantastisch. Die dort lebenden Takapus (Vögel) waren auch sehr interessant zu beobachten. Es regnete plötzlich, und es gab ein Regenbogen, deren Ursprung 100m vor uns war. Aber den Goldsack konnten wir leider nicht finden 😀

Am Freitag arbeiteten wir dann auch wieder bis 12 Uhr. Um 13 Uhr war das Meeting. Ich entfernte Spinnenweben von den Fenstern, drinnen wurde gewischt und gesaugt und anschließend säuberten wir noch die gesamte Werkstatt, die es auch echt nötig hatte. Im Gegensatz zu Deutschen Werkstätten wird hier anscheinend nie nach Feierabend irgendwas sauber gemacht…
Wir wollten eigentlich Mountainbiken, aber alle Räder waren von der gut 50 Mann starken „Armeegruppe“ ausgebucht. Wir erhielten dort aber einen 2 für 1 Discount für den nah liegenden Kletterpark und so gingen wir etwa 15 € auf den vier höchsten Kursen klettern. War ganz gut, aber nicht sooo anspruchsvoll 🙂
Ich fragte dort dann nach, ob die nicht einen Discount für die Mountainbike Strecke hätten, und siehe da, es gab ein 2 für 1 Discount. Vielleicht lösen wir den später nochmal ein. Kommt drauf an wie lange wir bei diesem wwoofing Platz in der Nähe bleiben.

Samstag arbeiteten wir dann von 8 – 17 Uhr, um Sonntag frei zu haben. Ich will ja nicht an meinem Geburtstag arbeiten. Unsere Hosts Jen und Tom gingen zu einem Barbecue und sie riefen an, ob wir nicht auch dazu kommen wollten. Wir kamen dann mit den Töchtern von Tom  (Sarah und Ellie) und dem Freund von Ellie nach. Wir lernten zwei weitere Deutsche und eine Französin kennen, die ebenfalls hier in der Nähe wwoofen. War ein sehr spontaner, aber guter Ausflug.

Und schon ist die erste Woche Neuseeland vorbei.. und ich habe es überlebt 🙂