Hawaii – Stairway to Heaven

Als ich im Mai per Push-Nachricht über urlaubsguru.de erfahren hatte, dass es zur Zeit günstige Flüge nach Hawaii mit Lufthansa bzw. der Star Alliance gibt, gab es kein langes Zögern – wenige Stunden später hatte ich mein Hawaii return Flugticket für 500 Euro gebucht!

Nach Hawaii wollte ich schon immer. Der “Stairway to Heaven” war einer der Hauptgründe dafür, neben den paradiesischen Stränden.

Stairway to Heaven, auch bekannt als Haiku Stairs, ist einer der unglaublichsten Attraktionen auf ganz Oahu. 3992 schmale Metallstufen, mit geringem Geländer, links und rechts die Tiefen des Tals, führen auf die Spitze eines Berges. Teilweise sind die Stufen so steil wie senkrechte Leitern. Ursprünglich wurden die Stufen von der U. S. Navy im 2. Weltkrieg als Top Secret Projekt gebaut, um mit der auf der Spitze errichteten Empfangsstation (Radio Station) Kontakt mit Schiffen im Pazifik aufnehmen zu können.

Den Zugang zu den Stairs zu finden ist 1. nicht wirklich einfach aber machbar und 2. sind die Stairs offiziell geschlossen und es wird mit einem Guard sowie inzwischen auch Polizei Kontrollen abgesichert - wenn man erwischt wird zahlt man eine Strafe von 1000$.

Stairway to Heaven – Planung deines Aufstiegs

  1. Fahrt zur Nachbarschaft
    Bestell dir einfach einen Uber. Aber: Das nahe Gebiet ist für Uber Fahrer gesperrt, die können ihre Lizenz verlieren, so wie mir mein Uber Fahrer mitgeteilt hat. Also lasst euch in die Nachbarschaft fahren und lauft die letzten 500 Meter zu Fuß weiter. Leise und zielgerichtet in schnellem Fußmarsch, damit du nicht erwischt wirst.

    Google Maps Koordination: 21°24’31.9″N 157°49’12.9″W

  1. Eingangspunkt finden
    Es gibt verschiedene Eingangspunkte. Ich hatte mir vorher mit Google Street View zwei Punkte ausgesucht – um dann vor Ort festzustellen, dass die Zäune beim 2. Eingangspunkt links und rechts verschlossen wurden. Ziemlich doof gelaufen, vor allem wenn man unter extremen Adrenalin steht und dann eh noch kaum denken kann. Also: vorher einen Plan B überlegen. Innerhalb von 20 Sekunden stand meine Entscheidung und ich bin zu dem 1. Eingangspunkt gelaufen. Zu dem Zeitpunkt kam ein Auto aus der Einfahrt – auch nicht wirklich gut. Kurz gewartet, es um die Ecke fahren lassen und innhalb der nächsten Minute unterhalb des Zauns durchgekrabbelt. Meinen kleinen Backpack vorgeschoben und dann: rennen! Links auf dem Grundstück fing ein Hund an zu bellen – auch nicht gut! So gut es geht leise verhalten und einfach auf der Straße weiterlaufen, bis dann irgendwann auf der linken Seite etwa 600 Meter hinter dem Zaun eine Art Weg zu sehen ist, da wo auf 1-2 Metern Breite die Pflanzen niedergetreten und umgenickt sind. Nicht zu früh links rein. Viele Wege führen nach Rom. Aber zwischen Bambusbäumen mit nur 30cm Abstand rumzulaufen führt zu nichts. Höchstens das man auf sich aufmerksam macht.

Google Maps Koordinaten für die Eingangspunkte

1. Eingangspunkt 21.409173, -157.821945

1. Eingangspunkt

 

2. Eingangspunkt 21.408204, -157.820044

2. Eingangspunkt

 

3. Eingangspunkt 21.405947, -157.817932

3. Eingangspunkt

 

  1. Der eigentliche Aufstieg
    Nachdem du durch einen entsprechenden Eingangspunkt gelangt bist, musst Du die ersten Stairs finden, was nicht gerade einfach ist. Sobald du die ersten Stairs siehst, hast du es geschafft. 3992 Stufen Aufstieg können beginnen.

    Koordinaten der ersten Stufen: 21.403595,-157.824470

  2. Legale Alternative
    Informiere Dich über den Moanalua Valley Trail. Dieser Weg führt von der anderen Seite auf den Berg, ebenfalls zu der alten Radio Station. Eine genauere Beschreibung gibt es hier. Da die Wahrscheinlichkeit auf dem Rückweg / dem Herabsteigen deutlich größer ist von der Polizei geschnappt zu werden, habe ich für den Aufstieg die Stairs benutzt und beim Hinuntersteigen den Moanalua Valley Trail.

Folgende Dinge solltest Du  in einem Rucksack dabei haben:

  • Wasser
  • Essen
  • Wanderschuhe (andere Schuhe gehen auch, aber nicht empfohlen)
  • Kopflampe
  • Handschuhe

Insgesamt kann man sagen, dass sich dieses Abenteuer mehr als gelohnt hat. Der Stairway to Heaven macht seinem Namen alle Ehren und ich würde es jederzeit wieder machen! Es lohnt sich. Da die Nachbarschaft im Eintrittspunkt sehr mit unfreundlichen, lauten Abenteuerlustigen zu kämpfen hat – bitte respektiert die Umgebung und verhaltet euch angemessen, und passt auf die Polizei auf, dann steht dem Abenteuer nichts im Weg.

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